Jugendklimakonferenz 2019

Zunächst möchte ich mich, auch im Namen aller Gemeinderätinnen und Gemeinderäte für das große und inhaltlich wertvolle Engagement der Uttenreuther Jugendlichen ganz herzlich bedanken. Wir waren beeindruckt vom großen Fachwissen, der guten Diskussionskultur und den ganz konkreten ortsbezogenen Ergebnissen!

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Gemeinderat in seinen beiden Sitzungen vom 06.08.2019 und vom 17.09.2019 praktisch alle Vorschläge der Jugendklimakonferenz vollständig übernommen hat. Die Einzelheiten zu den wichtigsten Beschlüssen finden Sie in dem folgenden Bericht.

1. Es soll eine Arbeitsgemeinschaft Klimaschutz gegründet werden, bei der sich sowohl Jugendliche als auch Erwachsene beteiligen können und den Klimaschutz in der Gemeinde Uttenreuth fördern.

Dieser Arbeitskreis wird sich in Kürze gründen. Er soll u.a. die Punkte Informationsveranstaltungen, Lastenfahrrad, Ebike-Verleih, Foodsharing, Müllvermeidung in die Hand nehmen.

2. Die Infokampagne für eine bürgernahe, direkte, nachsuchende Beratung der Uttenreuther Bürger zu Photovoltaikanlagen und Solarthermie auf den Hausdächern, die von der Jugendklimakonferenz vorgeschlagen wird, ist bereits in Umsetzung. (einstimmig beschlossen)

3. Bei Neubauten, die die Gemeinde selbst herstellt, soll insgesamt mindestens der Null-Energie-Standard erreicht werden (Feuerwehrhaus, Kindergärten, Seniorenwohnen usw.). Ziel ist eine positive Energiebilanz (beschlossen, 10:3)

4. Die Gemeinde Uttenreuth soll ein Nahwärmenetz aufbauen. Dies wird im Rahmen der Teilnahme am Energieeffizenznetzwerk mit der Universität Amberg-Weiden geprüft, das Ergebnis wird in Kürze vorgestellt und soll umgesetzt werden. (beschlossen, 12:1)

5. Die Gemeinde soll sich für einen deutlich verbilligten ÖPNV („1 Euro Ticket“) einsetzen. (beschossen, 9:2)

6. Der Gemeinderat soll sich dafür einsetzen, dass Ladestellen für die regenerativen Antriebe der Zukunft möglichst frühzeitig in Uttenreuth zur Verfügung stehen. (beschlossen 8:4)

7. Der Gemeinderat Uttenreuth unterstützt die Forderung nach einem Direktbusses von Neunkirchen zum Uni Südgelände Erlangen und zum Siemens Campus (beschlossen 12:0)

8. Die Gemeinde soll einen Minibus als Carsharing Fahrzeug einführen und aktiv auf die Vereine zugehen und die Nutzung fördern und anregen (wird bereits umgesetzt)

9. Der Gemeinderat Uttenreuth unterstützt die Forderung einer durchgehenden Fahrradachse von Neunkirchen nach Erlangen (beschlossen, 12:1).

10. Auf der Hauptstraße in Uttenreuth und Weiher soll Tempo 30 eingeführt werden (abgelehnt, 0:13)

11. Die Jugendklimakonferenz Uttenreuth fordert, dass auf der Fahrradachse nach Erlangen die Bordsteine für Radfahrer auf Null abgesenkt werden. Der Gemeinderat Uttenreuth unterstützt die Forderung (beschlossen, 12:1)

12. Die Jugendkonferenz befürwortet einstimmig, dass die Mittagessen für Kindergarten, Mittagsbetreuung und Hort Anbieter gewählt werden, der regionale Produkte und Bio Produkte verwenden die möglichst kurze Transportwege haben. (bereits in Umsetzung, 15:0)

13. Beim Sport Club Uttenreuth soll für die Bewässerung der Sportanlagen eine Zisterne eingerichtet werden. Die Verwaltung wird mit der Prüfung alternativer Bewässerungsformen der Sportanlagen beauftragt. Die Entscheidungsfindung erfolgt im Gemeinderat. (beschlossen, 15:0)

14. Die Jugendklimakonferenz fordert, dass die Gemeinde und die Verwaltungsgemeinschaft bei ihren eigenen Beschaffungen und Bestellungen auf Produkte achtet, die möglichst klimafreundlich und nicht umweltschädlich sind, nachhaltig und fair beschafft.
Der Gemeinderat hat hierzu beschlossen, dem Pakt in der Metropolregion Nürnberg zur nachhaltigen Beschaffung beizutreten. (beschlossen, 14:1)

15. In allen öffentlichen Einrichtungen (Gemeinde, Verwaltungsgemeinschaft, Grundschule, Kindergärten) soll ausschließlich Recyclingpapier - auch im Sanitärbereich - verwendet werden. (beschlossen, 13:2)

16. Es sollen keine einstöckigen Supermärkte gebaut werden sondern Supermärkte sollen überbaut werden. (wird bereits umgesetzt)

17. Mit Wasser soll sparsam umgegangen werden. In Neubaugebieten sollen – wenn möglich und sinnvoll – situationsbezogen die Nutzung von Dachflächenwasser und Zisternen festgesetzt werden (14:1)

18. Der Gemeinderat schlägt die Nachrüstung von Entnahmestellen für Trinkwasser in Grundschule und Kindertageseinrichtungen vor, soweit keine Entnahmestellen außerhalb des Sanitärbereichs vorhanden sind. (beschossen, 15:0)

19. An allen verfügbaren öffentlichen kommunalen Flächen soll – wo es sinnvoll ist – Samenmischungen für Bienen und andere Insekten („Bienenweiden“) gesät werden. Die Verwaltung wird beauftragt einen entsprechenden Plan zu erstellen. (beschlossen, 15:0)

20. Die Gemeinde soll Kooperationen mit Landwirten eingehen und Blühstreifen fördern. (ist bereits in Umsetzung)

21. Die Gemeinde soll auf ihren eigenen Flächen so wenig wie möglich Bäume roden und für Nachpflanzungen sorgen. (beschlossen, 15:0)

22. Es wird weiterhin angestrebt, dass öffentliche Flächen ökologisch sinnvoll bepflanzt werden. (beschlossen, 14:1)

23. Die Gemeinde soll Obstbäume pflanzen und den Bürgern gestatten die Früchte zu ernten. (ist bereits umgesetzt, im Mitteilungsblatt soll darauf hingewiesen werden)

24. Bei eigenen Gebäuden, die die Gemeinde errichtet, soll Fassadenbegrünung geprüft werden. (beschlossen, 15:0)

25. Kommunale Flächen sollen vorrangig an Landwirte neu verpachtet werden, die keine Pestizide verwenden. Nur, wenn sich kein Landwirt findet, kann auch an Landwirte verpachtet werden, die konventionelle Landwirtschaft betreiben. Punktesystem bei Vergabe für Regionalität und pestizidfreie Bewirtschaftung. (beschlossen, 11:4)

26. „Sonnenacker“: Ein Acker der Gemeinde (Fläche an der Büg-Brücke) soll in kleine Parzellen eingeteilt werden und an die Bürger als Gemüsegarten kostenlos gegeben werden (beschlossen, 13:1)

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